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Rassistische Übergriffe in Sydney
13.12.2005 |Bei neuen Krawallen in der australischen Hafenstadt Sydney haben in der Nacht zum Dienstag arabischstämmige Jugendliche Passanten verprügelt sowie Geschäfte und Autos zerstört. Mindestens sieben Menschen seien verletzt worden, darunter ein Polizist, teilten die Behörden mit.
Es habe mindestens elf Festnahmen gegeben. Die Randalierer seien in einem Konvoi aus 40 Autos in wohlhabendere Stadtviertel am Meer gefahren, wo sie mit den Krawallen begonnen hätten.
Der Gewaltausbruch folgte auf Übergriffe von rund 5.000 weißen Jugendlichen gegen Menschen mit arabischem Aussehen am Wochenende an einem beliebten Strand Sydneys. Auslöser waren Berichte, nach denen Australier libanesischer Herkunft dort zwei Rettungsschwimmer zusammengeschlagen hätten. Bei den Krawallen am Sonntag waren rund zwei Dutzend Menschen verletzt worden. Der Aufruf zur Gewalt kam offenbar per SMS.
Der australische Regierungschef John Howard verurteilte die Ausschreitungen, wollte die Anstifter aber nicht als Rassisten bezeichnen. "Das ist ein Begriff, mit dem so oft um sich geworfen wird, dass ich das nicht auch tun werden", sagte Howard.
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