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| Senait Mehari - Die angebliche Kindersoldatin...alles Schwindel ??? |
Autor: YYDiva Datum: 02-14-07 16:40
NDR fernsehen
ZAPP – das Medienmagazin
23.00 Uhr bis 23.30 Uhr
Pressemitteilung zur ZAPP-Ausgabe am 14.02.2007
ZAPP: Schwere Vorwürfe gegen Senait Mehari
Ehemalige Wegbegleiter bezweifeln ihre „Leidensgeschichte“.
Senait Mehari gesteht in ZAPP: „Ich war keine Kindersoldatin“
Nach Recherchen des NDR-Medienmagazins ZAPP sind wesentliche Teile der Biografie von Senait Mehari falsch. Mehrere ehemalige Wegbegleiter der prominenten Kämpferin gegen Kindersoldaten behaupten gegenüber ZAPP, Senait Mehari verbreite Lügen über ihre Vergangenheit. Einige von ihnen wollen jetzt auch juristisch gegen sie vorgehen. Konfrontiert mit den ZAPP-Recherchen gibt sie jetzt in ZAPP überraschend zu: „Ich war keine Kindersoldatin“.
Doch genau dieses Schicksal als ehemalige Kindersoldatin in Eritrea machte sie zu einer besonders glaubwürdigen Kämpferin in ihrem Engagement gegen das Elend von Kindern. Im Auftrag vieler nationaler und internationaler Hilfsorganisationen – von UNICEF bis Terre des hommes – erhob sie ihre Stimme, wurde zu der Galionsfigur im Kampf auch gegen Kindersoldaten.
Keine Hilfsorganisation, kein Journalist bezweifelte ihre Geschichte. In unzähligen Artikeln wurde sie portraitiert, in zahllosen Dokumentationen und Talkshows schilderte die heute 33jährige eindrücklich ihre Kindheit in den Lagern von Eritrea während des Bürgerkriegs Anfang der 80 Jahre. Ihre Biografie „Feuerherz“ wurde zum Bestseller, ihr Leben soll demnächst von einem Oscar-Preisgträger verfilmt werden. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie durch ihre Teilnehmer am deutschen Vorentscheid zum Grand Prix 2003 bekannt. Sie startete damals als Kandidatur der Berliner „taz“.
Das NDR-Medienmagazin ZAPP besuchte jetzt ehemalige Weggefährten von Senait Mehari, die mit ihr zusammen als Kinder den Bürgerkrieg in Eritrea erlebt haben. Übereinstimmend behaupten sie, dass Senait Mehari „Lügen“ verbreite. Sie seien von ihr enttäuscht, fühlen sich von ihr verraten.
Keiner bestreitet zwar die damaligen schlimmen Zustände, aber alle beteuern, niemals zu Kindersoldaten ausgebildet worden zu sein. Gegen entsprechende Behauptungen von Senait Mehari wollen sie jetzt auch juristisch vorgehen.
Der Droemer Knaur Verlag, der den Bestseller „Feuerherz“ veröffentlichte, erklärte gegenüber ZAPP, man habe Senaits Geschichte für „glaubhaft“ gehalten und ihr vertraut. Fragen zu dieser Glaubwürdigkeit seien „hypothetisch“ und deshalb eine Antwort noch nicht möglich.
Senait Mehari selbst bezeichnet sich in ZAPP jetzt lediglich als „Kind des Krieges“. „Ich war nie an der Front. Ich musste nie jemanden umbringen.“
Sie gibt den Medien die Schuld an der Mär von der Kindersoldatin Senait Mehari: „Die Medien schreiben, was sie schreiben wollen. Und wenn sie mich als Kindersoldatin betiteln, sage ich o.k. - wenn sie das brauchen, sollen sie mich so nennen.“
Senait Mehari will sich weiterhin auch gegen Kindersoldaten engagieren.
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