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| Erdogan schürt Ängste ? |
Autor: Tayfun23 Datum: 02-14-08 10:57
Integrationsbeauftragte: Erdogan schürt Ängste
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Berlin - Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, hat dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan vorgehalten, unter seinen in Deutschland lebenden Landsleuten Ängste zu schüren.
Die Äußerungen bei seiner Rede am Wochenende in Köln hätten die türkische Bevölkerung in Deutschland in einen "emotionalen Zwiespalt" gebracht, sagte die CDU-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dies erfülle sie mit großer Sorge.
Erdogan hatte am Sonntag die in Deutschland lebenden Türken zur Integration aufgefordert, zugleich aber vor völliger Aufgabe ihrer kulturellen Identität gewarnt. Zuvor hatte er vorgeschlagen, in Deutschland türkischsprachige Bildungseinrichtungen zu eröffnen. Die Rede löste in Deutschland viel Kritik aus.
Böhmer warf dem Ministerpräsidenten vor, Vorbehalte zu verstärken. Erdogan habe den Eindruck erweckt, dass es von Nachteil sei, sich in die deutschen Gesellschaft einzufinden. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag), die Rede sei nicht hilfreich für die Integrationsdebatte gewesen. "Wir brauchen keine türkischen Gymnasien in Deutschland, sondern mehr türkische Schüler in deutschen Gymnasien."
Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) äußerte im selben Blatt Zweifel an Erdogans Willen zur Integration. "Wenn er wirklich Integration will, dann hätte er in Köln seine Landsleute aufgerufen, endlich ihre Frauen gleichberechtigt zu behandeln und die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland zu akzeptieren."
Die Hälfte der Deutschen hält das Zusammenleben von Türken und Deutschen in der Bundesrepublik nach einer Umfrage für problematisch. Demnach sehen 41 Prozent der Bundesbürger große Probleme und 12 Prozent sogar sehr große Probleme. Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstituts Forsa für den Nachrichtensender n-tv erstellt. 36 Prozent sahen weniger große, 8 Prozent überhaupt keine Probleme. Mit 91 Prozent sprach sich die große Mehrheit gegen türkischsprachige Schulen und Hochschulen aus. |
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