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"Es ist ein Wunder, dass wir überhaupt existieren"
Autor: MrPaintes
Datum: 10-08-07 18:16

BERLINER KIEZCLUB TÜRKIYEMSPOR
"Es ist ein Wunder, dass wir überhaupt existieren"
Von Ronny Blaschke

''(...) Der Club ist das Herz des türkischen Fußballs in Berlin - und seit fast 30 Jahren ist Türkiyemspor auch Integrationsprojekt. Der Hass Rechtsradikaler begleitet den Verein seit Jahren. Gestern kam es in Leipzig zu Übergriffen auf Jugendspieler.
(...)
Spalier mit Baseballschlägern

Cetin Özaydin leitet den Förderverein, der 2000 von Fans gegründet wurde, sie wollten den täglichen Terror nicht mehr schweigend in Kauf nehmen. Unmittelbar nach der Wende war es am schlimmsten. Als sich in Cottbus die Spieler Türkiyemspors aus dem Bus Richtung Kabine aufmachten, standen Jugendliche Spalier, ausgestattet mit Baseballschlägern und Springerstiefeln. Auf dem Rückweg wurde die Mannschaft von einer Polizeieskorte bis zur Autobahnauffahrt begleitet. Erst gestern wurde das A-Jugendteam von Türkiyemspor während des Regionalligaspiels bei Lokomotive Leipzig beschimpft, bedroht und bespuckt. "Das habe ich noch nicht erlebt", sagt Trainer Hasan Keskin. "Wir hatten Angst um unsere Gesundheit."

Nach dem 1:0-Sieg wurden einige seiner Spieler von Dutzenden Leipziger Zuschauern umzingelt und am Betreten der Kabine gehindert, später verließen sie über einen Seiteneingang das Stadion. Das ist keine Seltenheit, sondern Alltag für einen der bekanntesten Migrantenklubs Europas. Ein anderes Mal, in Neuruppin, im Norden Brandenburgs, bat Türkiyemspor um eine Schweigeminute für zwei Spieler, die bei einem Autounfall ums Leben kamen. Der Gastgeber erfüllte den Wunsch, doch die Zuschauer zerrissen die Trauer mit ihrem Jubel: "Zwei Alis weniger. Jawohl!"

Die rechtsradikale Musikband Landser widmete Türkiyemspor ein eigenes Schmählied. Von diesen Geschichten könnte Cetin Özaydin Dutzende erzählen. Dass seine Spieler bespuckt, beleidigt, mit Fladenbrot beworfen und mit Bier begossen werden, erwähnt er schon gar nicht mehr - der Hass ist längst Alltag geworden. (...)''

[Quelle: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,506153,00.html]

-----

... weshalb so ein Geschrei?!
Die wollen nur spielen, gell CBB?!

@paintes

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Re:
Autor: CrossBergBoy
Datum: 10-08-07 22:11

1. Ich verurteile jede Gewalt.

2. passiert alles genau so oft auch vice versa
besorg dir mal die Fussball-Woche Berlin
Zu diesem Thema antworten

Re:
Autor: CrossBergBoy
Datum: 10-08-07 23:02

Ein unrühmliches Ende fand das Spitzenspiel um die Tabellenführung der Normalgruppe B zwischen dem
SC Türkiyemspor und der DJK Wacker Bergeborbeck.

Umgehend nach dem Schlusspfiff des Unparteiischen rasteten Spieler und Zuschauer des SC Türkiyemspor
aufgrund der knappen Niederlage aus und attackierten Spieler und Zuschauer der DJK Wacker
Bergeborbeck.

Besonders die Gewalt zu spüren bekam der kurz zuvor ausgewechselte Spieler Philipp Kinder, der von
einem Spieler des SC Türkiyemspor von hinten niedergeschlagen wurde.

Anschließend trat eine größere Gruppe von ca. 10-12 Personen auf den am Boden liegenden Spieler ein.
Auch der schnell hinzugeeilte Vater des Spielers wurde geschlagen und ebenfalls am Boden liegend,
getreten. Auch weitere beruhigend eingreifende Zuschauer wurden körperlich attackiert.

Der Torhüter der Gäste hantierte mit einem abgeschlagenen Flaschenhals in der Menschenmenge. Erst
die von den Wackeranern herbeigerufene Polizei konnte die Situation beruhigen.
Ein Lob hier vor allen Dingen der gesamten Mannschaft der DJK Wacker Bergeborbeck, die zu keiner
Zeit sich an den Ausschreitungen beteiligte und sich geschlossen im Mittelkreis beim
Schiedsrichtergespann und dem anwesenden Staffelleiter Günther Hufnagel aufhielt.

Nun zum sportlichen Teil.
Über weite Strecken sahen die Zuschauer ein spannendes, hochklassiges und faires Spiel...
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